Azoren liegen abgeschieden im Atlantik, etwa auf halber Strecke zwischen Europa und Nordamerika, und zählen zu den ursprünglichsten Regionen Europas. Die neun bewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs verteilen sich auf drei Inselgruppen und bieten eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt. Kraterseen, heiße Quellen, grüne Hochweiden, steile Küsten und tief eingeschnittene Täler prägen das Bild und verleihen den Azoren eine ruhige, kraftvolle Ausstrahlung. Trotz gemeinsamer Herkunft besitzt jede Insel ihren eigenen Charakter, was Reisen besonders abwechslungsreich macht.
São Miguel, die größte Insel, vereint viele Facetten des Archipels: üppige Vegetation, die berühmten Kraterseen von Sete Cidades, Teeplantagen und geothermische Aktivität. Pico wird vom gleichnamigen Vulkan dominiert, dem höchsten Berg Portugals, und zeigt mit seinen Lavastein-Weinbergen eine ganz eigene Ästhetik. Terceira verbindet koloniale Geschichte mit grüner Landschaft, während Inseln wie Flores, Faial oder São Jorge durch Steilküsten, Wasserfälle und spektakuläre Wandergebiete beeindrucken. Genau diese Unterschiede machen es reizvoll, mehrere Inseln miteinander zu kombinieren.
Inselkombinationen lassen sich auf den Azoren sehr gut realisieren. Kurze Inlandsflüge und Fährverbindungen ermöglichen flexible Routen, bei denen zwei oder drei Inseln miteinander verbunden werden können. So entsteht eine Reise mit spürbarer Abwechslung, ohne dass lange Distanzen zurückgelegt werden müssen. Besonders gefragt sind Kombinationen, die Naturerlebnis, Wandern und Ruhe in Einklang bringen.
Die Azoren bieten unterschiedliche Reiseformen. Maßgeschneiderte Individualreisen erlauben es, Schwerpunkte, Reisedauer und Komfort ganz nach persönlichen Wünschen festzulegen. Alternativ können sich Reisende organisierten Gruppenreisen oder spezialisierten Wanderreisen anschließen, die fundierte Einblicke und eine entspannte Organisation bieten. Wandern spielt auf den Azoren eine zentrale Rolle: Gut markierte Wege führen durch Vulkanlandschaften, entlang von Küsten und über grüne Höhenzüge und eröffnen immer wieder eindrucksvolle Ausblicke.
Als beste Reisezeit gelten die Monate von Mai bis Oktober. In dieser Phase sind die Temperaturen mild, die Natur zeigt sich besonders grün und die Tage sind länger. Der Sommer eignet sich ideal für Inselkombinationen, Wanderungen und Walbeobachtungen, während Frühling und Herbst durch Ruhe und angenehmes Klima überzeugen. Das Wetter bleibt wechselhaft, was zum Charakter der Azoren gehört, doch gerade diese Dynamik verleiht den Inseln ihre besondere Atmosphäre.
Bis heute gelten die Azoren als Reiseziel abseits des Massentourismus. Kleine Unterkünfte, familiäre Restaurants und ein bewusster Umgang mit Natur und Ressourcen prägen das Bild.