Die Kykladen zählen zu den faszinierendsten Inselgruppen Griechenlands. Sie liegen im Herzen der Ägäis und verdanken ihren Namen dem kreisförmigen („kyklos“) Arrangement rund um die heilige Insel Delos. Rund 220 Inseln und Inselchen gehören dazu, von denen etwa 30 bewohnt sind. Charakteristisch sind weiß getünchte Häuser, blaue Fensterläden, karge Hügel und das intensive Licht der Ägäis.
Entstanden ist die Inselgruppe durch tektonische Bewegungen und vulkanische Aktivität. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das auf Santorin, dessen heutige Caldera auf einen gewaltigen Vulkanausbruch im 2. Jahrtausend v. Chr. zurückgeht. Auch Milos ist vulkanischen Ursprungs und beeindruckt mit bizarren Felsformationen. Über Jahrtausende formten Wind und Meer die Landschaften, während Seefahrer, Händler und Kulturen ihre Spuren hinterließen.
Santorin gilt als die wohl bekannteste Insel der Kykladen. Spektakulär über der Caldera thronen Orte wie Oia und Fira. Die Sonnenuntergänge, das tiefblaue Meer und archäologische Stätten wie Akrotiri machen die Insel einzigartig.
Mykonos präsentiert sich lebhaft und kosmopolitisch, mit ikonischen Windmühlen, stilvollen Hotels und einem ausgeprägten Nachtleben. Gleichzeitig finden sich auch ruhige Buchten abseits des Trubels.
Naxos, die größte Insel der Gruppe, verbindet lange Sandstrände mit ursprünglichen Bergdörfern im Inselinneren. Wahrzeichen ist die Portara, ein antikes Marmortor oberhalb des Hafens.
Paros überzeugt mit charmanten Orten wie Naoussa und abwechslungsreichen Stränden.
Milos begeistert Naturliebhaber mit außergewöhnlichen Küstenlandschaften, etwa der weißen Felsenbucht Sarakiniko.
Ios bietet eine Mischung aus entspannten Stränden und lebendiger Atmosphäre, während kleinere Inseln wie Folegandros oder Amorgos Ruhe und Authentizität ausstrahlen.
Die beste Reisezeit für die Kykladen liegt zwischen Mai und Oktober. In den Monaten Mai und Juni sowie September und Anfang Oktober herrschen angenehme Temperaturen, weniger Besucher und ideale Bedingungen für Erkundungen. Juli und August sind heiß und lebhaft, mit beständigem Sonnenschein, jedoch auch stärkerem Meltemi-Wind, der vor allem für Segler attraktiv ist.
Die Anreise erfolgt vereinzelt mit Direktflügen bzw. in der Regel über Athen. Von dort bestehen Inlandsflüge zu größeren Inseln wie Santorin, Mykonos, Naxos oder Paros. Alternativ verkehren regelmäßig Fähren vom Hafen Piräus oder Rafina. Diese verbinden die Inseln untereinander und ermöglichen individuelles Inselhopping. Auch Kreuzfahrten durch die Ägäis steuern mehrere Kykladeninseln an und bieten einen komfortablen Überblick über die Vielfalt der Region.