Tansania gilt als Inbegriff klassischer Safari-Erlebnisse.
Weite Savannen, mächtige Baobab-Bäume, schneebedeckte Gipfel in der Ferne und eine Tierwelt von beeindruckender Vielfalt prägen das Bild dieses ostafrikanischen Landes. Eine Reise hierher bedeutet, Natur in ihrer ursprünglichsten Form zu erleben – intensiv, authentisch und bewegend.Die Serengeti ist das Herzstück jeder Nordtansania-Route. Endlose Ebenen erstrecken sich bis zum Horizont, durchzogen von Flussläufen und einzelnen Akazien. Hier leben große Löwenrudel, Geparden, Elefanten und Büffel.
Besonders eindrucksvoll ist die Große Migration: Jährlich ziehen über eine Million Gnus gemeinsam mit Zebras und Gazellen durch das Ökosystem der Serengeti. Von Dezember bis März halten sich viele Herden im Süden auf, wo die Kalbungszeit beginnt. Im Juni und Juli wandern sie Richtung Westen, bevor sie zwischen Juli und September im Norden spektakuläre Flussüberquerungen am Mara-Fluss wagen. Dieses Naturschauspiel zählt zu den eindrucksvollsten Tierereignissen weltweit.
Der Ngorongoro-Krater, ein gewaltiger eingestürzter Vulkankessel, bietet auf vergleichsweise kleiner Fläche eine außergewöhnliche Tierdichte. Löwen, Hyänen, Flusspferde und mit etwas Glück das seltene Spitzmaulnashorn sind hier zu beobachten. Die geschlossene Landschaft des Kraters schafft ideale Bedingungen für intensive Tierbegegnungen und eindrucksvolle Fotomotive.Im Tarangire-Nationalpark bestimmen uralte Affenbrotbäume und große Elefantenherden das Bild. Besonders in der Trockenzeit von Juni bis Oktober versammeln sich zahlreiche Tiere entlang des Tarangire-Flusses. Die Atmosphäre ist ruhiger als in der Serengeti, die Landschaft abwechslungsreich und von einer besonderen Weite geprägt.Weiter südlich eröffnet der Nyerere-Nationalpark, Teil des ehemaligen Selous-Reservats, eine ursprüngliche Safari-Erfahrung abseits der klassischen Routen. Neben Pirschfahrten sind hier auch Bootssafaris möglich. Vom Wasser aus lassen sich Flusspferde, Krokodile und eine beeindruckende Vogelwelt aus nächster Nähe beobachten. Die Weitläufigkeit des Schutzgebietes vermittelt ein Gefühl von echter Wildnis.
Die beste Reisezeit für Safaris in Tansania ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. In diesen Monaten ist die Vegetation lichter, und Tiere konzentrieren sich an Wasserstellen, was die Beobachtung erleichtert. Für die Kalbungszeit in der südlichen Serengeti eignen sich besonders Januar und Februar. Die sogenannte „grüne Saison“ von März bis Mai bringt üppige Landschaften und weniger Besucher, jedoch auch gelegentliche Regenfälle.
Viele Reisende kombinieren die Safari mit einem Aufenthalt auf Sansibar. Die Insel im Indischen Ozean bietet palmengesäumte Strände, türkisfarbenes Wasser und eine faszinierende Kultur. Die beste Reisezeit für Sansibar liegt ebenfalls in den trockeneren Monaten von Juni bis Oktober sowie von Dezember bis Februar. In diesen Phasen ist das Klima angenehm warm und ideal für Badeaufenthalte und Erkundungen von Stone Town.
Die internationale Wahrnehmung Tansanias als klassisches Safariland wurde auch durch den Zoologen Prof. Bernhard Grzimek geprägt. Seine Forschungsarbeit in der Serengeti und der Film „Serengeti darf nicht sterben“ machten die Region weltweit bekannt und trugen maßgeblich zum Schutzgedanken und zur Einrichtung großer Schutzgebiete bei. Sein Engagement legte den Grundstein für den nachhaltigen Erhalt dieser einzigartigen Landschaft.





